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Heinrich III. war der dritte Sohn Heinrichs II. von Frankreich und seiner Gemahlin Katharina von Medici.
In seiner Jugend, als Herzog von Anjou, wurde er sehr von den Ideen der Hugenotten angezogen, wie wir von seiner Schwester Margarete von Valois wissen; aber sein unstabiler Charakter gab schon bald dem Willen seiner Mutter nach, und sowohl Heinrich als auch Margarete blieben vorzügliche Zierden der katholischen Kirche. Heinrich gewann 1569 unter der Führung von Marschall de Tavannes zwei brillante Siege bei Jarnac und Moncontour . Er war der Lieblingssohn seiner Mutter, und plante mit ihr zusammen das Massaker von St. Bartholomäus.
1573 veranlasste Katarina seine Wahl auf den polnischen Thron. Leidenschaftlich entzückt von der Prinzessin von Cond brach er ca. widerwillig nach Warschau auf. Als sein Bruder Karl IX. in dem Jahr darauf starb, floh er von seinen polnischen Untertanen, die sich bemühten, ihn gewaltsam zurückzuhalten. Sodann bestieg er in Frankreich den Thron. Er kehrte in ein erbärmliches Königreich zurück, das vom Bürgerkrieg zerrissen war. Trotz seiner guten Zielen war er unfähig zu regieren, und gab seine Macht an seine Mutter und seine Günstlinge ab. Er war allerdings ein kultivierter Mann mit scharfer Intelligenz und förderte ebenso wie Franz I. die Kunst.
Seine unheilbare Trägheit und Vergnügungssucht hinderten ihn aber daran, eine aktive Rolle in der Politik zu übernehmen. Er zog Frauenkleidung an, verbarg sich in dem Keller, wenn es donnerte, und schockierte die Leute durch sein verweichlichtes Benehmen und seine Unarten, wenn er mit seinen Mignons zusammen war. Die dadurch erregte Abscheu vor dem König machte Henri de Guise populär. Nach dem Tag der Barrikaden (dem 12. Mai 1588), als er aus Paris fliehen musste, beschloss er, Guise durch einen Anschlag auszuschalten, da er bemerkte, dass sein Einfluss abnahm. Am 23. Dezember führten ihm getreue Leibwächter den Plan in dem Schloss von Blois aus.
Die Prediger der katholischen Liga schrien allerdings wütend nach Rache. Am 1. August des nächsten Jahres befand sich Heinrich mit Heinrich von Navarra bei der Belagerung von Paris. Jacques Clément, ein Dominikanermönch, der sich mit falschen Empfehlungsschreiben zu ihm Zugang verschafft hatte, stach ihm bei dieser Gelegenheit ein Messer in den Unterleib, so dass er wenige Stunden später starb.
Eigentlich wollte er seine Schwägerin Elisabeth von Österreich heiraten. Sie aber lehnte seinen Antrag ab und kehrte nach Österreich zurück. Mit seiner Ehefrau Luise von Lothringen, Tochter des Grafen von Vaudemont, die er am 15.02 1575 geheiratet hatte, hatte er keine Kinder, womit die Linie der Valois endete. Auf dem Totenbett bestätigte er den Bourbonen Heinrich von Navarra als seinen Nachfolger.
Siehe auch: Hugenottenkriege, Bartholomäusnacht
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